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   Neue Lärmschtuz-Richtlinie
 
 

Die europäische Richtlinie 2003/10/CE bezüglich Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Lärm) trat am 15. Februar 2006 in Kraft. Diese neue Richtlinie setzt den Pegelwert um 5 dB herab, und enthält folgende Anforderungen für eine tägliche Exposition von 8 Stunden : 

- Bei Überschreitung des unteren Auslösewertes von 80 dB muss der Arbeitgeber geeignete Gehörschutzmittel zur Verfügung stellen.

- Bei Überschreitung des oberen Auslösewertes von 85 dB ist das Tragen von geeigneten Gehörschutzmitteln obligatorisch. Diese neue Richtlinie führt auch einen Expositionsgrenzwert wie folgt ein :

- Dieser Expositionsgrenzwert von 87 dB darf unter keinen Umständen überschritten werden. Bei der Feststellung dieses Wertes wird allerdings die dämmende  Wirkung von persönlichem Gehörschutz berücksichtigt. Persönliche Gehörschutzausrüstungen werden verwendet, um die Gehörrisiken auszuschalten oder so viel wie möglich zu vermindern.

  
  Tragen eines doppelten Schutzes 
  
 

Das Tragen eines doppelten Gehörschutzes (Gehörschutz mit Ohrenstöpsel) kann sich bei der Ausführung bestimmter stark geräuschbelasteter Arbeiten (120 dB und mehr) als notwendig erweisen.. Studien haben ergeben, dass die Lärmdämpfung durch solche Kombi-Schutzausrüstung niedriger als die Summe der Schutzniveaus der einzelnen Gehörschutzartikel.

Dies kann mit der mechanisch-akustischen Koppelung, die zwischen beiden Geräten besteht, begründet werden,und insbesondere bei hohen Frequenzen mit einem höheren Grenzwert mit dem Durchdringen der Töne durch die Knochenleitung, die den Schutz gewissermaßen kurzschaltet, ganz gleich, wie hoch dieser ist. Die maximale Lärmdämpfung, die während der Tests von mit Ohrenstöpseln kombiniertem Gehörschutz erreicht wurde, beträgt um die 40 dB.

Quelle : INRS, ND 1789-140-90